Samsung Galaxy Watch5: Update-Tod oder Wasserschaden? Wie Samsung Kunden im Regen stehen lässt
Das Samsung-Update-Debakel: Wenn „Wasserdichtigkeit“ zur bequemen Ausrede wird
Es ist das Schreckensszenario für jeden Tech-Enthusiasten: Ein offizielles System-Update wird angeboten, man klickt voller Vorfreude auf „Installieren“ und hält kurz darauf nur noch einen teuren Briefbeschwerer in den Händen. Doch was ich aktuell mit dem Samsung Support erlebe, setzt dem Ganzen die Krone auf. Es geht um meine Galaxy Watch5, ein 1,8 GB großes Update und eine Haftungsablehnung, die man so kaum glauben mag.
Der Vorfall: Chronik eines angekündigten Todes?
Eigentlich war alles wie immer. Meine Samsung Galaxy Watch5 (Modell SM-R915FZA) verrichtete tadellos ihren Dienst. Dann erschien die Benachrichtigung für das neue One UI 8.0 Update. Satte 1,8 GB Daten – ein massiver Eingriff in das System.
Unmittelbar nach der Installation geschah es: Die Uhr schaltete sich ab und ließ sich nicht mehr aufladen. Kein Sturz, kein Schlag, kein Tauchgang im Salzwasser. Ich versuchte alles: Wipe der Cache-Partition, Factory Reset, verschiedene Ladegeräte – die Uhr blieb tot.
Die Diagnose: Der „Joker“ Flüssigkeitsschaden
Ich sendete die Uhr zur technischen Überprüfung ein, in der Erwartung, dass Samsung den Fehler in der Firmware erkennt. Doch weit gefehlt. Die Antwort des Supports: Flüssigkeitsschaden auf der Hauptplatine. Es wurde „Grünspan“ festgestellt.
Samsung argumentiert nun: Da Grünspan (eine Korrosion von Kupfer) vorhanden sei, müsse die Uhr mit „aggressiven“ Flüssigkeiten wie Seifenlauge oder Salzwasser in Berührung gekommen sein. Denn – so die Logik – bei klarem Süßwasser gäbe es nur weiße Ränder.
Die Werbelüge: IP68 und 5 ATM nur auf dem Papier?
Hier fängt das Problem an. Samsung bewirbt die Watch5 offensiv mit:
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IP68: Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen.
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5 ATM: Wasserdicht bis zu einem Druck von 50 Metern Tiefe (nach ISO Standard 22810).
Meine Realität: Ich habe diese Uhr im Alltag extrem pfleglich behandelt. Sie wurde zum Duschen oder Baden grundsätzlich abgelegt. Wenn nun also tatsächlich Feuchtigkeit im Inneren zu Korrosion geführt hat, bedeutet das im Umkehrschluss: Die Gehäuseversiegelung war ab Werk mangelhaft oder hielt nicht einmal normaler Luftfeuchtigkeit und Schweiß stand. Anstatt jedoch einen Mangel an der eigenen Hardware-Abdichtung einzuräumen, nutzt der Support das Schadensbild „Korrosion“ als pauschalen Grund, um jede Kulanz abzulehnen. Die Garantie sei ja schließlich im Oktober 2024 abgelaufen.
Der Skandal: Updates auf „eigenes Risiko“?
Der absolute Höhepunkt der Kommunikation mit der Samsung Kundenbetreuung ist jedoch die schriftliche Aussage zur Software-Haftung. Ich zitiere aus der Mail:
„Software- und Firmware- Updates […] stellt Samsung ohne Gewährleistung und auf Ihr eigenes Risiko zur Verfügung. Samsung ist nicht verantwortlich für Schäden […] infolge oder aufgrund des Herunterladens und/oder der Nutzung eines solchen Dokuments.“
Man muss sich das verdeutlichen: Ein Weltkonzern sendet eine Push-Benachrichtigung an Millionen von Geräten, um ein System-Update zu erzwingen (oder dringend zu empfehlen), lehnt aber jede Verantwortung ab, wenn dieses offizielle Update die Hardware „brickt“? Das ist so, als würde eine Werkstatt ein Motor-Update aufspielen und bei einem Motorschaden sagen: „Dein Risiko, du hast ja auf ‘Ja’ geklickt.“
Warum die Korrosions-Story nicht zieht
Der zeitliche Zusammenhang ist das schlagendste Argument. Warum sollte eine Korrosion, die angeblich durch „falsche Flüssigkeiten“ entstand, exakt in der Sekunde zum Totalausfall führen, in der die CPU unter Volllast das One UI 8.0 Update verarbeitet?
Viel wahrscheinlicher ist: Die enorme Hitzeentwicklung und die veränderte Spannungssteuerung während des massiven Updates haben eine bereits durch Mikrorisse (mangelnde Abdichtung) geschwächte Stelle auf der Platine endgültig durchbrennen lassen. Ein Software-Update war der Auslöser, die Hardware-Qualität die Ursache.
Wie geht es weiter?
Samsung hat den Vorgang für „abgeschlossen“ erklärt und mich aufgefordert, die Entscheidung zu akzeptieren. Das wars…🤣🤣 Ein starkes Stück, was sich der „Samsung Support“ hier erlaubt. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen in der Tech-Szene.
Was denkt ihr darüber?
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