Samsung S26 Ultra: Astrein, rattenscharf & sündhaft teuer!
Drei Wochen am Limit: Das Samsung Galaxy S26 Ultra im echten Alltagstest
Nach drei Wochen intensiver Nutzung – mit der privaten SIM-Karte im Schacht und im täglichen Einsatz zwischen Business-Calls und privatem Entertainment – ist es Zeit für ein Resümee. Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist zweifellos das bisher ambitionierteste Flaggschiff der Südkoreaner. Es ist ein Gerät der Superlative, das „astrein und rattenscharf“ daherkommt, aber auch eine neue preisliche Messlatte setzt, die Fragen aufwirft.
Design und Haptik: Schlanker, leichter, Aluminium
Der erste Eindruck täuscht nicht: Samsung hat es geschafft, das Ultra-Gehäuse nochmals zu verfeinern. Mit einer Reduzierung der Dicke um 0,3 mm und einem Gewichtsvorteil von 4 Gramm im Vergleich zum Vorgänger liegt das Gerät trotz seiner schieren Größe erstaunlich gut in der Hand. Der Einsatz von hochwertigem Aluminium (goodybye TITAN 🤣)sorgt für die gewohnte Stabilität, während das Gehäuse nach IP68 zertifiziert bleibt – ein Muss in dieser Preisklasse. Doch wer das Gerät ohne Hülle nutzt, merkt schnell: Jeder Millimeter zählt für die Ergonomie.
Das Display: Ein Lichtblick mit Diskussionsbedarf
Das 6,9 Zoll Dynamic LTPO AMOLED 2x Display ist ohne jeden Kompromiss das visuelle Highlight. Die Schärfe und die Farbwiedergabe sind gewohnt brillant. Dennoch gibt es Punkte, über die wir reden müssen. Samsung gibt eine Spitzenhelligkeit von 2.600 nits an. Das ist hell, keine Frage, aber in einem Markt, in dem die Konkurrenz teilweise die 3.000er-Marke knackt, hätte man hier ruhig mutiger sein dürfen. Ein technisches Detail, das Profis auffallen wird: Das Panel arbeitet weiterhin mit 8-Bit. In der alltäglichen Nutzung reicht das völlig aus, doch bei einem „Ultra“-Modell, das den Anspruch auf Perfektion erhebt, wäre ein 10-Bit-Panel mit über einer Milliarde Farben das angemessene Statement gewesen. Versteht mich bitte nicht falsch. Das muss nicht sein, aber wer den Titel ULTRA trägt, der hätte dieses technische Feinheit gerne gehabt.
Performance: Brachiale Gewalt und thermische Grenzen
Unter der Haube peitscht die neue CPU (der Snapdragon 8 Gen 5 „for Galaxy“) das System nach vorne. Alles läuft flüssig, Apps öffnen verzögerungsfrei. Doch bei längeren Belastungstests zeigt sich ein bekanntes Problem: Trotz der vergrößerten Vapor Chamber muss die Hardware bei Dauerlast regeln. In meinen Tests sank die Stabilität auf knapp 50 %. Das ist für den Alltag immer noch mehr als genug Leistung, aber es zeigt, dass die Kühlung mit der enormen Rohkraft der CPU zu kämpfen hat. Ein kritischer Blick gilt dem Arbeitsspeicher: Die Basisversion mit 256 GB und die 512-GB-Variante kommen mit 12 GB RAM. Erst wer zur 1-TB-Version greift, erhält die vollen 16 GB RAM. Bei einem Gerät dieser Preisklasse und dem Fokus auf Multitasking wäre es für das „Ultra-Selbstbewusstsein“ schöner gewesen, die 16 GB als Standard zu etablieren. Sicherlicht braucht man das auch nicht, aber ist eben wieder die Feinheit, wenn man es “ULTRA” nennt.
Kamera und Sound: Fast konkurrenzlos
Die Kameras sind und bleiben das Aushängeschild. Das Setup aus der 200 MP Hauptkamera (OIS), dem 50 MP Periskop-Tele (5x optischer Zoom) und der 10 MP Tele-Linse (3x optischer Zoom) liefert ab. Die Bilddynamik ist hervorragend, auch wenn die Konkurrenz aus Fernost mit riesigen Sensoren mit großen Schritten aufholt. Was mich jedoch völlig weggeblasen hat, ist die Soundausgabe. Die Stereo-Lautsprecher sind schlichtweg brachial genial und gehören zum Besten, was man aktuell in einem Smartphone finden kann. Einige andere YouTuber, aber auch Zuschauer und Kunden berichten, dass andere Hersteller bereits an Samsung vorbeigezogen wären in Bezug auf die Kamera-Leistung. Das kann ich weder dementieren, noch bestätigen. Samsung muss aufpassen, hier nicht den Anschluss zu verlieren. Sicherlich ist die Kamera-Leistung richtig gut. Ich kann mich aber auch noch gut an das Huawei Mate X7 erinnern. Dessen 100x hybrid Zoom war in Zusammenspiel mit der KI stellenweise besser.
Akku, Laden und der S-Pen
Samsung bleibt beim Akku konservativ und verbaut erneut 5.000 mAh. Das ist solide und bringt einen gut durch den Tag, aber ein Blick zur Seite zeigt, dass 5.500 mAh locker und wesentlich mehr heute technisch machbar gewesen wären. Immerhin: Das Schnellladen wurde auf 60 Watt aufgebohrt. Das ist ein spürbarer Fortschritt, auch wenn es im Vergleich zur Konkurrenz kein Rekordwert ist. Der S-Pen ist natürlich wieder im Gehäuse verstaut, hinterlässt aber gemischte Gefühle. Er kommt diesmal – wieder mal, denn der Vorgänger hatte diese Beschneidung auch schon – ohne Bluetooth-Funktionen daher – was ihn für Fernauslöser-Aktionen unbrauchbar macht. Zudem ist Vorsicht geboten: Steckt man den Stift falsch herum ein, schaut er seltsam aus dem Gehäuse hervor. Hier wirkt das Design fast ein wenig „halbschwanger“. Samsung, das muss euch doch auffallen! Für ein Premium-Gerät geht das nicht!
Fazit nach drei Wochen
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist eine technische Wuchtbrumme. Es ist edel, schnell und besitzt das beste Display am Markt. Wer das nötige Kleingeld hat und das derzeit rundeste Gesamtpaket aus Software-Support (Android 16 mit One UI 8-5) und Hardware sucht, kommt am Ultra nicht vorbei. Dennoch: Die kleinen Kompromisse bei der Kühlung, dem RAM und dem S-Pen verhindern die absolute Bestnote in der B-Note. Es ist das beste Ultra aller Zeiten – aber Samsung lässt sich dieses Privileg auch sehr teuer bezahlen. Sicherlich ist der Preis bereits, zu mindestens für die 512er GB Version, bereits auf knapp 1.100 € gesunken. Und dies ist dann der Preis, wo ich das Samsung Galaxy S26 Ultra auch maximal sehen möchte!
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Die Spezifikationen zum Samsung Galaxy S26 Ultra findest du hier und hier.
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