Samsung Galaxy Z Fold 7: Endlich dünn – aber reicht das gegen Honor?

Samsung Galaxy Z Fold 7 im Langzeittest: Die dünne Revolution mit einem Haken?

Nach mehreren Wochen intensiver Nutzung als mein täglicher Begleiter ist es Zeit für ein abschließendes Urteil. Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold 7 einen mutigen Schritt gewagt. Während die Vorgänger oft als „zu klobig“ kritisiert wurden, schlägt Samsung dieses Jahr einen völlig neuen Weg ein. Doch reicht das aus, um die starke Konkurrenz aus China in Schach zu halten?

Design & Haptik: Endlich auf Augenhöhe mit Honor

Das erste, was einem beim Auspacken auffällt (und was mich im Test am meisten beeindruckt hat), ist die Bauweise. Samsung hat es endlich geschafft: Das Fold 7 ist im aufgeklappten Zustand nur noch 4,2 mm dünn. Lange Zeit war Honor mit dem Magic V5 der unangefochtene Champion in Sachen Schlankheit, doch Samsung ist nun gleichgezogen. Mit einem Gewicht von nur 215 Gramm und dem neuen Advanced Armor Aluminum Frame fühlt sich das Gerät nicht nur federleicht, sondern auch extrem hochwertig an. Zusammengeklappt misst es gerade einmal 8,9 mm – damit verschwindet es endlich problemlos in der Hosentasche, ohne aufzutragen.

Displays: Ein Fest für die Sinne

Wenn Samsung eines kann, dann sind es Displays. Das Fold 7 kommt mit:

  • Hauptdisplay: 8,0 Zoll Foldable Dynamic LTPO AMOLED 2X, 1-120Hz, HDR10+.

  • Außendisplay: 6,5 Zoll Dynamic LTPO AMOLED 2X.

Besonders beeindruckend ist die Spitzenhelligkeit von 2.600 Nits. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien konnte ich alle Inhalte perfekt ablesen. Die Farben sind knackig, die Kontraste – typisch OLED – unendlich tief. Es macht einfach unfassbar viel Spaß, auf diesem riesigen 8-Zoll-Panel Videos zu schneiden oder durch Fotos zu scrollen. Aber: Hier hätte Samsung auch ruhig nochmal die maximale Bildschirmhelligkeit erhöhen können. Auch hier ist das Magic V5 dem Fold 7 voraus!

Performance: Kraft ohne Ende

Unter der Haube steckt das Beste vom Besten: der Qualcomm Snapdragon 8 Elite (3 nm). In Kombination mit 12 GB oder sogar 16 GB RAM rennt das System förmlich.

  • CPU: Octa-core mit bis zu 4.47 GHz.

  • Grafik: Adreno 830.

Egal ob Multitasking mit drei Apps gleichzeitig, High-End-Gaming oder 4K-Videoschnitt – ich habe das Fold 7 in den letzten Wochen nie an seine Grenzen bringen können. Es ist ein echtes Arbeitstier, das dank Android 16 und One UI 8 perfekt auf das Foldable-Konzept optimiert ist.

Die Kamera: Endlich das „Ultra“-Upgrade

Einer meiner größten Kritikpunkte bei den Vorgängern war oft die Kamera, die hinter der S-Serie zurückblieb. Das ändert sich mit dem Fold 7 massiv. Die neue 200 Megapixel Hauptkamera (f/1.7) schießt Bilder, die vor Details nur so strotzen. Besonders bei Tageslicht sind die Ergebnisse auf einem Level mit dem S25 Ultra. Zusätzlich gibt es:

  • 10 MP Teleobjektiv mit 3-fach optischem Zoom (OIS).

  • 12 MP Ultaweitwinkel für beeindruckende Panoramen.

Die 200 MP machen sich vor allem beim digitalen Zoom und bei Nachtaufnahmen bemerkbar – das Rauschverhalten ist minimal, die Dynamik hervorragend.

Der Elefant im Raum: Der Akku

Kommen wir zum kritischsten Punkt meines Tests. Samsung hat sich für ein extrem dünnes Design entschieden, was leider zulasten der Akkukapazität ging. Verbaut ist ein 4.400 mAh Li-Po Akku.
Hier muss man ehrlich sein: Im Vergleich zum Honor Magic V5 zieht Samsung den Kürzeren. Das Honor bietet satte 1.400 mAh mehr, was in der Praxis einen riesigen Unterschied macht. Während ich mit dem Honor locker über zwei Tage komme, musste das Fold 7 bei intensiver Nutzung (viel 5G, hohe Helligkeit, Gaming) oft schon am frühen Abend wieder an die Steckdose. Erschwerend kommt hinzu, dass das Laden mit 25W kabelgebunden im Jahr 2026 einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Fazit: Luxus hat seinen Preis

Das Samsung Galaxy Z Fold 7 ist ohne Zweifel das beste Foldable, das Samsung je gebaut hat. Es ist ein Design-Meisterwerk, das technologisch (CPU, Display, Kamera) ganz oben mitspielt.

Aber…der Preis der Schlankheit: Das S-Pen-Dilemma

So beeindruckend die 4,2 mm auf dem Papier auch klingen, Samsung hat diesen Wert nicht ohne Opfer erreicht. Um das Gehäuse so extrem dünn zu bauen, wurde eine Entscheidung getroffen, die viele Power-User hart treffen wird: Samsung hat die spezielle Digitizer-Schicht unter dem Display entfernt. Das bedeutet im Klartext: Das Galaxy Z Fold 7 unterstützt keinen S-Pen mehr. Für viele war der Stylus das Killer-Feature des Fold-Lineups. Das riesige 8-Zoll-Display war prädestiniert für handschriftliche Notizen, Skizzen oder präzises Arbeiten. Dass man nun auf dem großen Innendisplay keinen Eingabestift mehr nutzen kann, ist ein krasser Rückschritt in Sachen Produktivität. Samsung opfert hier ein Alleinstellungsmerkmal, um im „Wer ist der Dünnste?“-Wettkampf gegen Honor und Co. zu bestehen. Für mich persönlich ist das ein herber Schlag, da das Fold damit ein Stück weit seine Identität als mobiles Büro verliert.

Pro & Contra Liste:

Pro:

  • Unglaublich dünn (4,2 mm) und leicht.

  • Überragendes 200 MP Kamerasystem.

  • Beste Performance dank Snapdragon 8 Elite.

  • 7 Jahre Software-Updates garantiert.

Contra:

  • Keine S-Pen Unterstützung mehr (Digitizer entfernt).

  • Kleiner Akku (4.400 mAh) im Vergleich zur Konkurrenz.

  • Langsame Ladegeschwindigkeit (25W).

  • Sehr hoher Preis.

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Die Spezifikationen zum Samsung Galaxy Z Fold 7 findest du hier und hier.
Die Spezifikationen zum Honor Magic V5 findest du hier und hier.

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