Motorola Edge 70 Unboxing & Ersteindruck: So dünn ist kein anderes! 📱✨

Motorola Edge 70 im Ersteindruck: Ein Hauch von Nichts mit einer Prise Kritik

Es ist so weit: Das Motorola Edge 70 ist bei mir eingetroffen, direkt aus dem Hause Motorola. Wer mich kennt, weiß, dass ich schon viele Smartphones in den Händen hielt, aber beim ersten Auspacken dieses Geräts musste ich tatsächlich kurz innehalten. Motorola geht hier einen Weg, der in der heutigen Zeit von immer schwerer werdenden “Backsteinen” fast schon radikal wirkt. Es ist dünn, es ist leicht – aber ist es auch das perfekte Gesamtpaket?

Design und Haptik: Wenn Schlankheit auf Silikon trifft

Das Erste, was man beim Anheben des Motorola Edge 70 bemerkt, ist das fast schon surreale Gewicht. Mit gerade einmal 159 Gramm fühlt es sich in der Hand fast wie ein Dummy an, obwohl es ein vollwertiges Smartphone mit einem stattlichen 6,67 Zoll Display ist. Die Bauweise von nur 5,99 mm Dicke ist eine Ansage an die Konkurrenz. Es verschwindet förmlich in der Hosentasche, ohne aufzutragen. Das Gehäuse wird von einem Aluminiumrahmen zusammengehalten, was dem Gerät trotz der dünnen Bauweise eine gewisse Stabilität verleiht. Doch beim Thema Rückseite scheiden sich die Geister – oder zumindest mein persönlicher Geschmack. Motorola setzt hier auf ein sogenanntes „nyloninspiriertes Silikonfinish“. Optisch macht das durchaus etwas her und ist definitiv mal etwas anderes als das ewige Glas-Einerlei. In der Praxis habe ich jedoch ein Problem: Die Haptik ist zwar griffig, führt aber bei mir recht schnell zu schwitzigen Fingern. Das ist schade, denn die Leichtigkeit des Geräts lädt eigentlich dazu ein, es stundenlang in der Hand zu halten.

Das Display: Ein rattenscharfer Lichtblick

Wenn man das Gerät einschaltet, wird man sofort entschädigt. Das 6,67 Zoll große P-OLED Display ist schlichtweg fantastisch. Mit einer Auflösung von 1.220 x 2.712 Pixeln (was einer Pixeldichte von etwa 446 ppi entspricht) ist alles, was man darauf betrachtet, “rattenscharf”. Die Farben sind knackig, die Schwarzwerte OLED-typisch perfekt und die Spitzenhelligkeit von bis zu 4.500 Nits sorgt dafür, dass man selbst bei direkter Sonneneinstrahlung im Jahr 2026 absolut keine Probleme hat, den Bildschirminhalt zu erkennen. Die 120 Hz Bildwiederholrate lassen Animationen und das Scrollen durch Feeds butterweich wirken. Hier hat Motorola definitiv nicht gespart.

Performance: Wo der Rotstift angesetzt wurde

Kommen wir zum Inneren und damit zu einem Punkt, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Motorola verbaut im Edge 70 den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4. Versteht mich nicht falsch: Das ist ein moderner 4-nm-Chip, der im Alltag für die meisten Aufgaben mehr als genug Leistung bietet. Aber – und das ist ein großes Aber – es ist eben keine Flaggschiff-CPU der 8er-Serie. Angesichts des futuristischen Designs und des Preises hätte ich mir hier etwas mehr Power gewünscht. Motorola wirkt hier fast schon ein wenig geizig, was die Performance-Reserven für die nächsten Jahre angeht. Wer intensiv spielt oder Videos direkt am Smartphone schneidet, wird den Unterschied zu einem echten High-End-Prozessor bemerken. Es fühlt sich ein wenig so an, als hätte man einen Sportwagen-Body mit einem soliden Mittelklasse-Motor ausgestattet. Ansonsten sind es aber sehr gute 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB interner Speicher.

Kamera und Video: Licht und Schatten

Das Kamera-Setup liest sich auf dem Papier erst einmal hervorragend. Wir bekommen eine 50 MP Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung (OIS) und eine weitere 50 MP Ultraweitwinkel-Kamera, die auch Makro-Aufnahmen beherrscht. Sogar die Selfie-Kamera löst mit 50 MP auf. Die ersten Schnappschüsse sehen vielversprechend aus: gute Dynamik, natürliche Farben und eine ordentliche Schärfe. Doch als Videograf bin ich über einen Punkt gestolpert, der mich wirklich stört: Motorola bietet bei der 4K-Aufnahme keine 60 Frames pro Sekunde an. In einer Zeit, in der flüssige 4K-Vlogs zum Standard gehören, ist das ein herber Dämpfer. Man muss sich also zwischen der hohen Auflösung bei 30 fps oder der flüssigeren Darstellung bei 1080p entscheiden. Hier zeigt sich wohl auch die Limitierung durch den gewählten Chipsatz. Wie sich die Kameras im harten Alltag schlagen, werde ich in einem ausführlichen Test noch genau unter die Lupe nehmen müssen.

Ein vorläufiges Fazit zum Ersteindruck

Das Motorola Edge 70 ist ein Statement-Device. Wer Wert auf ein extrem dünnes Design, ein geringes Gewicht und ein überragendes Display legt, wird dieses Smartphone lieben. Es ist ein Handschmeichler (wenn man keine Probleme mit dem Silikon-Finish hat) und technisch in vielen Bereichen auf der Höhe der Zeit. Allerdings muss man bereit sein, Kompromisse einzugehen. Die Wahl des Snapdragon 7 Gen 4 und das Fehlen von 4K/60fps im Videomodus verhindern den Sprung in den Smartphone-Olymp. Es ist ein Gerät für Ästheten, weniger für Hardcore-Gamer oder professionelle Content Creator.

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Die Spezifikationen zum Motorola Edge 70 findest du hier und hier.

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