iHonor? Das Honor Magic 8 Pro im Ersteindruck: Zwischen Akku-Wunder und iOS-Klon

Von der Gerüchteküche direkt in meine Hand: Ich durfte das Honor Magic 8 Pro bereits Wochen vor dem offiziellen Release in Deutschland ausgiebig testen. Heute, am 15.01.2026, fällt das offizielle Embargo – und ich kann euch sagen: Honor hat hier ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Warum das Magic 8 Pro für mich das bisher spannendste Smartphone des Jahres ist und warum die Konkurrenz sich warm anziehen muss, lest ihr in diesem ausführlichen Ersteindruck.

Lange Zeit hieß es bei Flaggschiffen: Mehr Power braucht zwangsläufig mehr Platz. Doch Honor bricht mit dem Magic 8 Pro diese Regel auf beeindruckende Weise. Nachdem ich das Gerät nun einige Zeit als meinen täglichen Begleiter nutzen konnte, bin ich fasziniert davon, wie viel High-End-Technik in diesem Gehäuse steckt.

Design & Ergonomie: Kleiner ist manchmal einfach besser

Der erste Moment nach dem Auspacken war eine echte Überraschung. Während die Vorgänger oft wuchtig und massiv wirkten, fühlt sich das Honor Magic 8 Pro spürbar kompakter an. Honor hat die Ränder (Bezels) nochmals reduziert und die Ergonomie verfeinert. Das Smartphone liegt deutlich sicherer und angenehmer in der Hand als sein Vorgänger. Wer das Gefühl hatte, dass moderne Smartphones die Grenze der einhand-bedienbaren Größe überschritten haben, wird hier aufatmen. Die Verarbeitung ist auf absolutem Top-Niveau: Glas und Metall verschmelzen perfekt zu einer Einheit, die den Premium-Anspruch in jeder Sekunde unterstreicht.

Die Performance-Revolution: Snapdragon 8 Elite Gen 5

Unter der Haube schlägt das Herz der nächsten Generation. Honor verbaut den brandneuen Qualcomm SM8850-AC Snapdragon 8 Elite Gen 5. Gefertigt im modernsten 3nm-Verfahren, ist dieser Chip nicht nur eine reine Rechenmaschine, sondern vor allem ein Effizienz-Wunder. In meinen Tests – von komplexem 4K-Videoschnitt direkt am Handy bis hin zu grafisch extrem anspruchsvollen Games – kam das Gerät zu keinem Zeitpunkt ins Schwitzen. Die Ladezeiten sind quasi nicht existent, und die neuen KI-Features von MagicOS 10 reagieren so prompt, wie ich es bisher bei keinem anderen Android-Gerät erlebt habe.

Das Akku-Wunder: 1.000 mAh mehr – Aber wie?

Das ist der Punkt, der mich am meisten verblüfft hat und den ich fast nicht glauben wollte: Obwohl das Smartphone kompakter geworden ist, hat Honor die Akkukapazität im Vergleich zum Vorgänger um gigantische 1.000 mAh gesteigert. Das Geheimnis liegt in der neuesten Generation der Silizium-Kohlenstoff-Batterietechnologie, die eine deutlich höhere Energiedichte auf engstem Raum ermöglicht. In der Praxis bedeutet das: Zwei Tage Laufzeit bei intensiver Nutzung sind kein bloßes Marketing-Versprechen mehr. Selbst bei 120Hz-Dauernutzung, hoher Displayhelligkeit und aktivem 5G ist es fast unmöglich, den Akku an einem einzigen Tag leer zu bekommen.

Kamera: Profi-Features für die Hosentasche

Auch wenn ich für den finalen Langzeit-Kameratest noch einige Wochen benötigen werde, zeigen die ersten Ergebnisse bereits jetzt: Honor festigt seinen Platz an der Spitze der Fotografie-Smartphones. Das Triple-Kamerasystem liefert Farben, die lebensecht wirken, und eine Dynamik, die besonders bei schwierigen HDR-Aufnahmen glänzt. Besonders der Tele-Zoom und die Low-Light-Performance profitieren massiv vom neuen Image Signal Processor (ISP) des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Bildrauschen wird effektiv minimiert, während Details selbst bei Kerzenschein knackig scharf bleiben.

Mein vorläufiges Fazit

Das Honor Magic 8 Pro ist kein langweiliges, inkrementelles Update. Es ist die direkte Antwort auf die Wünsche vieler Nutzer: Maximale Leistung und ein massiver Akku in einem Gehäuse, das nicht die Hosentasche sprengt. Honor hat technisch abgeliefert und zeigt, was im Jahr 2026 möglich ist. Für mich ist es aktuell das Smartphone, das es zu schlagen gilt.

Es gibt da allerdings ein großes ABER

Honor hat dem Magic 8 Pro nun eine dedizierte KI-Taste hinzugefügt, was mich doch sehr stark an die Strategie von Apple und die neuesten iPhones erinnert. Es wirkt fast so, als gäbe es einen ungeschriebenen Zwang in der Branche, haptische Bedienelemente für künstliche Intelligenz zu opfern. Während die Taste zwar einen schnellen Zugriff auf hilfreiche Features bietet, bleibt der Beigeschmack des Nachahmens. Man fragt sich: Brauchen wir wirklich eine physische Taste für Funktionen, die ein cleverer Software-Algorithmus ohnehin antizipieren sollte?

Auch sonst wirkt MagicOS 10 in weiten Teilen wie ein iOS-Klon. Das fängt bei der neuen „Liquid Glass“-Optik an, die mit extremen Transparenzeffekten, tiefen Unschärfen und schwebenden Ebenen arbeitet – Elemente, die wir eins zu eins aus Cupertino kennen. Selbst die Animationen beim Öffnen und Schließen von Apps haben diesen spezifischen „elastischen“ Flow, der zwar wunderschön aussieht, aber eben nicht eigenständig wirkt.

Es ist ein wenig schade, da es den Anschein macht, als hätte Honor hier im Bereich Software-Design schlichtweg „Copy and Paste“ betrieben. Das Control Center, die Anordnung der Widgets und sogar die Art, wie Benachrichtigungen gruppiert werden, lassen kaum noch Raum für eine eigene Identität. Wenn man das Gerät entsperrt, vergisst man für einen Moment, dass man ein Android-Smartphone in der Hand hält.

Warum traut sich Honor hier nicht mehr Eigenständigkeit zu? Die Hardware ist absolut Weltklasse und braucht sich vor keinem Konkurrenten zu verstecken. Ein so potentes Gerät hätte eine ebenso mutige und eigenständige Software-Oberfläche verdient, statt sich hinter der Designsprache des größten Konkurrenten zu verstecken. Diese „Apple-fication“ mag zwar Wechselwilligen den Übergang erleichtern, nimmt dem Magic 8 Pro aber ein Stück weit seinen individuellen Charakter. Das Gerät ist hardwareseitig ein technologisches Meisterwerk – softwareseitig hingegen fühlt es sich eher wie eine sehr gut gemachte Hommage an das iPhone an.

Die wichtigsten technischen Daten auf einen Blick

Kategorie Spezifikationen
Display 6.71 Zoll LTPO OLED, 1-120Hz, 1.800 nits (HBM), 6.000 nits (peak)
Chipsatz Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3 nm)
2x 4.6 GHz Oryon V3 Phoenix L
6x 3.62 GHz Oryon V3 Phoenix M
Speicher 12 GB RAM
512 GB interner Speicher
GPU Adreno 840
Hauptkamera 50 MP (Weitwinkel, OIS) + 200 MP (Tele, OIS) + 50 MP (Ultra-Weitwinkel)
Akku 6.270 mAh (Silizium-Kohlenstoff)
Laden 100 Watt kabelgebunden / 80 Watt kabellos
OS MagicOS 10 (basierend auf Android 16)
Schutz IP68/IP69K Staub- und Wasserschutz

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Die Spezifikationen zum Honor Magic 8 Pro hier und hier.

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