Huawei Mate X7 – Warum ich trotz Fast-Traum-Hardware skeptisch bin!

HUAWEI Mate X7 im Hands-On: Hardware-Träume treffen auf harte Realität

Huawei hat mir das neue HUAWEI Mate X7 direkt zum Testen zugeschickt. Nach dem ersten Unboxing und den ersten Stunden im Einsatz bleibt ein gemischtes Gefühl zurück. Einerseits liefert Huawei hier Hardware ab, die haptisch und optisch in der absoluten Oberklasse spielt, andererseits werfen die technischen Einschränkungen und der Preis große Fragen auf. Hier ist mein erster detaillierter Eindruck zum neuen Foldable-Flaggschiff.

Design und Haptik: „Echte Sahne

Das Mate X7 ist bei mir in der Farbe Schwarz angekommen. Es wirkt extrem elegant und die Verarbeitung ist – wie man es von Huawei gewohnt ist – über jeden Zweifel erhaben. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Mate X6, ist das Gerät nochmals einen Hauch dünner und leichter geworden. Mit einem Gewicht von etwa 236 Gramm und einer Gehäusedicke von nur 4,5 mm im aufgeklappten Zustand liegt es fantastisch in der Hand. Trotz der schlankeren Bauweise ist es fast ein Wunder, dass Huawei den Akku auf stolze 5.600 mAh vergrößert hat. Das Gehäuse ist zudem nach IP58 zertifiziert, was einen soliden Schutz gegen Staub und Wasser bietet.

Displays: Rattenscharf und brillant

Sobald man das Mate X7 aktiviert, wird man von zwei beeindruckenden Bildschirmen begrüßt:

  • Das Außendisplay: Ein 6,49 Zoll großes LTPO OLED mit einer variablen Bildwiederholrate von 1–120 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits. Es ist durch das extrem widerstandsfähige Kunlun Glass geschützt.

  • Das Hauptdisplay: Ein riesiges 8-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 2416 x 2210 Pixeln.

Beide Displays sind im Ersteindruck „rattenscharf“ und bieten eine Farbtiefe von 1,07 Milliarden Farben. Die Immersion beim Aufklappen ist jedes Mal aufs Neue ein Highlight.

Die inneren Werte: Wo die Skepsis beginnt

Unter der Haube verbaut Huawei 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internen Speicher. Das klingt auf dem Papier nach purer Power. Doch beim Prozessor fangen meine Bauchschmerzen an. Das Mate X7 wird vom Kirin 9030 Pro angetrieben, der im 6-nm-Verfahren gefertigt wird. Hier lassen die US-Sanktionen grüßen: Während die Konkurrenz längst bei 3-nm-Chips angekommen ist, die deutlich effizienter und leistungsstärker sind, liefert Huawei hier eher einen soliden Mittelklasse-Prozessor ab. Im Alltag läuft alles flüssig, aber für ein Gerät dieser Preisklasse ist der technologische Rückstand spürbar.

Dazu kommen zwei weitere bekannte Hürden:

  1. Kein 5G: Das Gerät funkt lediglich im 4G/LTE-Netz. Für viele Nutzer im Jahr 2025 ein echtes K.-o.-Kriterium.

  2. Keine Google-Dienste: Apps müssen über die AppGallery oder den Aurora-Store (einem Mirror des Play Stores) bezogen werden. Das funktioniert zwar oft, aber eben nicht immer. Wer auf Google-Integration angewiesen ist, wird hier vor Herausforderungen gestellt.

Kamera: Starker erster Eindruck

Die Kameras machen einen sehr stabilen Eindruck. Das System besteht aus:

  • Einer 50 MP Hauptkamera mit variabler Blende (f/1.4 bis f/4.0) und OIS.

  • Einem 50 MP Periskop-Teleobjektiv mit 3,5-fachem optischem Zoom.

  • Einer 40 MP Ultraweitwinkel-Linse.

Die ersten Testfotos zeigen die typische Huawei-Qualität: knackige Schärfe und eine hervorragende Dynamik. Besonders die variable Blende bietet kreativen Spielraum, den man bei kaum einem anderen Foldable findet.

Laden und Ausdauer

Der 5.600-mAh-Akku kann mit 66W kabelgebunden oder mit 50W kabellos geladen werden. Auch Reverse Wireless Charging mit 7,5W ist an Bord, um beispielsweise Kopfhörer auf der Rückseite des Handys zu laden. Das sind solide Werte, die einen gut durch den Tag bringen sollten.

Fazit: Wer soll das kaufen?

Das HUAWEI Mate X7 ist ein Paradoxon auf dem Smartphone-Markt. Die UVP liegt bei knapp 2.100 €. Zwar ist der Preis im Handel bereits auf rund 1.600 € gefallen, aber die Konkurrenz bietet für ca. 1.300 € modernere Prozessoren, 5G und volle Google-Unterstützung, siehe Honor Magic V5. Mit dem Mate X7 bekommt man hier eines der am besten verarbeiteten Smartphones der Welt mit fantastischen Displays und einer starken Kamera. Aber man muss bereit sein, massive Abstriche bei der Prozessorleistung, der Konnektivität und der Software zu machen.

Möchten wir Anwender das wirklich?
Für Liebhaber von Design und Haptik ist es ein Traum, für den pragmatischen Technik-Fan bleibt es – trotz aller Eleganz – eine schwierige Entscheidung.

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Die Spezifikationen zum Huawei Mate X7 findest du hier und hier.

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